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ACCESS in Bad Dürrheim

Bad Dürrheim beteiligt sich als eine von acht Modellstädten und -regionen an ACCESS, dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert Forschungsprojekt für seniorengerechte Mobilität. Bis Anfang 2015 soll ein Navigations- und Informationssystem für Smartphones entstehen, das insbesondere ortsfremden und älteren Menschen hilft, sich in Bad Dürrheim besser zurechtzufinden und sich unterwegs über touristische und seniorengerechte Angebote zu informieren.

Die Bürogemeinschaft Sociopolis ist mit der Projektkoordination in Bad Dürrheim beauftragt. Am 12. September 2012 stellten wir vor dem erweiterten Marketing-Ausschuss das Forschungsprojekt erstmals vor Ort in Bad Dürrheim vor.

Zur Einführung betonte Bürgermeister Walter Klumpp, dass mobile Smartphone-Anwendungen wie ACCESS für das Stadtmarketing immer wichtiger werden. Er ist überzeugt, dass Bad Dürrheim mit dem Navigations- und Informationssystem ACCESS über ein weiteres Alleinstellungsmerkmal verfügen wird, um sich als Kurort für seniorengerechten Tourismus und als familienfreundliche Stadt für alle Generationen zu profilieren.

Sociopolis erläuterte die wesentlichen Elemente von ACCESS: Die Anwendung soll für handelsübliche Smartphones entwickelt werden. Dabei wird größter Wert auf eine möglichst benutzerfreundliche Menüführung gelegt. Bei der Navigation in Städten und Gebäuden spielt die Führung auf möglichst barrierefreien Wegen die zentrale Rolle. Zur Informationsbereitstellung wird vor allem auf vorhandene Informationen bei der Stadt sowie anderen privaten, öffentlichen oder gemeinnützigen Anbietern zurückgegriffen. Daneben müssen aber auch umfangreiche Daten, insbesondere zur barrierefreien Benutzbarkeit von Straßen, Wegen, Gebäuden und sonstigen Einrichtungen erhoben werden; außerdem sollen vorhandene Angebote für Senioren eingebunden werden.

In der anschließenden Diskussion wurden auch kritische Aspekte beleuchtet. Dem Ausschuss war es vor allem wichtig, dass sich ACCESS an eine möglichst breite Zielgruppe richtet, schließlich profitieren auch Jüngere oder Einheimische von einem solchen innovativen Angebot. Außerdem war allen Beteiligten klar, dass ein Informationssystem zwar wichtige und nützliche Hinweise für mobilitätseingeschränkte Personen bieten könne, dass die Öffentlichen Hand und die vielen privaten Unternehmer und Dienstleister aber nicht umhin kommen, die Straßen und Wege, Häuser und Einrichtungen sukzessive seniorengerechter und barrierefreier umzugestalten. Bürgermeister Klumpp sieht ACCESS daher als Initialzündung für Bad Dürrheim, um das Thema seniorengerechtes und barrierefreies Bad Dürrheim in den nächsten Jahren auf breiter Front anzugehen.

Zu dem Forschungsprojekt „ACCESS“ haben sich insgesamt sieben Forschungspartner zusammengeschlossen. Die Leitung hat das IT-Unternehmen IT2media in Nürnberg. Bad Dürrheim wurde wegen der großen Bedeutung des Gesundheits- und Wellness-Tourismus und wegen des relativ großen Anteils an Senioren an seiner Gesamtbevölkerung als Modellstadt ausgewählt und befindet sich in Gesellschaft von Städten wie Heidelberg, Nürnberg oder Rostock. Dass Gunther Wölfle für Sociopolis das Projekt vor Ort in Bad Dürrheim koordiniert, liegt daran, dass er ursprünglich aus Bad Dürrheim stammt und es sich deshalb nicht nehmen lassen wollte, die Modellstadt Bad Dürrheim persönlich zu betreuen.

Weitere Informationen zu ACCESS finden sich hier:

www.fp-access.de


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